Die Geschichte des Turnvereins

 

Wie aus dem Vereinsnamen hervorgeht, wurde der Turnverein 1894 gegründet. Der Verein hat also bereits eine lange Tradition, hat sich aber über die Jahre den jeweiligen Bedürfnissen seiner Mitglieder angepasst.

 

1894  Die Worte des Turnvater Jahn haben große Kreise gezogen und auch den Odenwald erreicht. In Mümling-Grumbach besteht ebenfalls Interesse an der turnerischen Bewegung. 
Durch freie Zuneigung sowie durch Lust und Liebe zum Turnen junger Burschen wird am 04. Juli eine Versammlung mit dem Ziel einberufen, einen Turnverein zu gründen. 
Schon beim ersten Anlauf wird der Turnverein Mümling-Grumbach ins Leben gerufen. 30 Personen schreiben sich als Mitglieder ein und wählen Leonhard Kempf zum Präsidenten. 
1895  Der Turnverein tritt dem Turngau Odenwald bei. 
1897  Eine gute Entwicklung des Vereins macht nicht nur Mut, sondern festigt auch den Wunsch nach einer Vereinsfahne. Im Januar wird die Fahne bei der Fa. W. Rupp in Frankfurt am Main zum Preis von 330 Mark bestellt. Bei der Lieferung der Fahne vermerkt W. Rupp auf der Rechnung "Bitte mir mitteilen, wann die Fahnenweihe stattfindet. Ich möchte derselben beiwohnen". Die Fahnenweihe, verbunden mit einem Wettrennen, wird am 29.-31. Mai abgehalten. Alle Bewohner des Ortes beteiligen sich in lebhafter und dankenswerter Weise an dem Fest. 
1899  Ludwig Göttmann wird zum 1. Vorsitzenden gewählt. 
1902  Beim Turngau genießt der TV hohes Ansehen und Wertschätzung. Der Turngau überträgt dem Verein die Ausrichtung des Gauturnfestes. Das Turnfest wird auf der Wiese unterhalb der Hofreite Adam Lust abgehalten und verläuft in würdiger Form. 
1912  Am 21. Juni wird der Verein als "Turnverein 1894 e.V. Mümling-Grumbach" ins Vereinsregister eingetragen. Die Eintragung wird erforderlich, damit ein Grundstück, das als Turnplatz genutzt wird, käuflich erworben werden kann. 
1914  Der am 04. August 1914 ausbrechende und am 09. November 1918 endende I. Weltkrieg reißt große Lücken in die Reihen des Vereins: 8 Mitglieder fallen im Krieg, 1 Mitglied wird als vermisst gemeldet und kommt nicht mehr heim. 
1919  Auf Beschluss der heimgekehrten Soldaten wird das 25-jährige Vereinsjubiläum gefeiert, das einen würdigen Verlauf nimmt, dem Ernst und der Schwere der Zeit entsprechend. 
1923  Die Inflation treibt auf ihren Höhepunkt zu. Im September erhält der Verein von einem in Chicago lebendem Mitglied eine Spende von 100.000 Mark. Ein paar Wochen später kommen durch eine Sammlung und durch Mitgliedsbeiträge 146.000.000.000 (146 Milliarden) Mark zusammen. Am Ende löst sich das mühsam erwirtschaftete Vereinskapital durch die Geldentwertung in Nichts auf. 
1925  Ludwig Göttmann erhält den Gau-Ehrenbrief. 
1929  Am Turnen besteht kaum noch Interesse. Von der Stadt drängt der Handball aufs Land. Der Turnverein schließt sich dem Trend an und gründet eine Handballmannschaft. Im August stellt die Gemeinde dem Verein den unter großen Opfern errichteten Sportplatz in der Beinegasse zur Verfügung. 
1931  Die Handballmannschaft steigt in die A-Klasse auf. Während eines Spiels kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall. Ein Mitglied des Vereins bedient sich dem Gauspielwart gegenüber eines ungeziemten Ausdrucks. Der Turngau belegt den Verein daraufhin mit einer Strafe von 30 Mark. Infolgedessen wird die Handballmannschaft aufgelöst. 
1932  Das Handballspielen wird wieder aufgenommen, die Mannschaft jedoch in die B-Klasse zurückgestuft. 
1933  Durch strengere Verfügung des Turngaus wird dem Turnen wieder ein größeres Augenmerk gewidmet. Auf dem Gauturntag erhält der 1. Vorsitzende Ludwig Göttmann den Kreisehrenbrief und die Ehrennadel der Deutschen Turnerschaft. 
Der Turnverein macht Zugeständisse beim Bau des Lutherheims, das neben dem Turnplatz errichtet wird. Dafür erhält der Verein die Erlaubnis, das Lutherheim ein- bis zweimal die Woche für Turnstunden zu nutzen. 
Auf Veranlassung der N.S.D.A.P. werden die Mitglieder jüdischen Glaubens aus der Mitgliederliste gestrichen, darunter das Ehrenmitglied Leopold Kahn. 
1934  Obwohl sich das turnerische Wirken des Vereins immer besser entwickelt, werden die Turnstunden von den Jugendlichen nur mäßig besucht. Grund: Sie werden durch den Dienst bei der SA (Sturmabteilung), SS (Schutzstaffel) und der HJ (Hitlerjugend) stark in Anspruch genommen. 
1935  Erstmals können Frauen die Mitgliedschaft erwerben. 
Am 01. Juli wird eine Frauenabteilung gegründet, der zu Beginn 7 Mädchen angehören. Die Leitung übernimmt Lehrer Heinrich Müller. 
Die Sportverbände schließen sich im "Reichsbund für Leibeserziehnung" (RfL) zusammen. Der bisherige Dachverband "Deutsche Turnerschaft" wird gleichzeitig aufgelöst. Der RfL gibt eine Einheitssatzung heraus. Der Turnverein muss diese Satzung übernehmen und ins Vereinsregister eintragen lassen. 
Zwei Turnbrüder werden vom Amtsgericht mit einer Geldbuße belegt, weil sie an einem Turnlehrgang anstatt an einer Feuerwehrübung teilgenommen haben und der Bürgermeister ihre Entschuldigung nicht angenommen hat. 
1936  Am 01. Januar wird Lehrer Heinrich Müller zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der örtliche Stützpunktleiter erteilt ihm jedoch nicht die von der N.S.D.A.P. verlangte Unbedenklichkeitsbescheinigung. Da die Vermittlungsversuche des übergeordneten Kreisführers erfolglos bleiben, setzt er Ludwig Göttmann erneut als 1. Vorsitzenden ein. 
Eine Umfrage bei den Mitgliedern soll entscheiden, ob Fußball oder Handball gespielt wird. Im Juni wird eine Fußballmannschaft aufgestellt. Der Turnverein lehnt einen Antrag des örtlichen Stützpunktleiters ab, zugunsten verschiedener Jugendorganisationen auf das Nutzrecht des Lutherheims zu verzichten. 
Am 15. November findet eine Abschiedsfeier für die 10- bis 14-jährigen Turnschüler/innen statt, die ab dem 01.01.1937 nicht mehr dem Turnverein angehören dürfen. 
1937  Die Fußballmannschaft muss sich finanziell selbst tragen. Alle Spieler unter 25 Jahren haben einmal wöchentlich die Turnstunde zu besuchen. 
Die Vereinsmitglieder erhalten einen vom Reichsbund für Leibesübungen herausgegebenen Einheitsausweis. 
1938  Die Turnerinnen werden Kreismeister im Korbball der Jugend. Die 1. Fußballmannschaft wird von den Pflichtrundenspielen zurückgezogen, da nicht mehr genug Fußballspieler zur Verfügung stehen. 
1939  Der 2. Weltkrieg bricht aus. Viele Vereinsmitglieder werden zur Wehrmacht eingezogen. Das turnerische Leben kommt fast zum Erliegen. 
1940  Alle Vereinsmitglieder, die zur Wehrmacht und zum Reichsarbeitsdienst einberufen sind, erhalten zu Weihnachten ein Päckchen. 
1941  Ein von der N.S.D.A.P kurzfristig angesetzter Mitgliederappell verhindert die Durchführung der rechtzeitig anberaumten Generalversammlung. 
1942  Der Krieg lässt ein geregeltes Vereinsleben nicht mehr zu. Der Vereinsführer schreibt die wichtigsten Geschehnisse im Protokollbuch nieder. 
1943  Auf einem Feldverbandsplatz in Russland erliegt ein Mitglied seinen schweren Verletzungen. 
1944  Zwei weitere Mitglieder fallen im Krieg. 49 Mitglieder leisten ihren Dienst bei der Wehrmacht, dem Reichsarbeitsdienst oder als Flakhelfer. Der Turnplatz wird beschlagnahmt. 
1945  Nach dem 2. Weltkrieg wird unser Gebiet von den US-Streitkräften besetzt. Alle bisher bestehenden Vereine gelten nach dem Dekret der Besatzungsmacht als aufgelöst. Die weitere Ausübung der Vereinsaktivitäten muss nun von der Besatzungsmacht genehmigt werden. 
Der Turnverein, der Radverein "Eintracht" und die Sängervereinigung stellen am 05.11.1945 ein Gesuch an die alliierte Militärregierung in Erbach und bitten um die Genehmigung eines Vereins unter dem Namen "Sport- und Kulturvereinigung Mümling-Grumbach". 
1946  Am 31. Mai wird erneut ein Gesuch gestellt. Diesmal mit der Bitte um Genehmigung der Organisation "Kultur- und Sportvereinigung Mümling-Grumbach" 
1948 . Am 20. Januar spricht der Landrat des Landkreises Erbach/Odw nach vorliegender Zustimmung des für die Vereinsbildung zuständigen Sicherheitsoffiziers die Genehmigung aus. Die "Kultur- und Sportvereinigung" wird unter der Nr. 39 registriert. 
Durch die Währungsreform verliert der Verein sein gesamtes Bargeld.
Anmerkung: 
Zu dieser Zeit gibt es laut Protokollbuch nur Fachwarte für Gesang, Radfahren und Fußball, aber auch die turnerischen Aktivitäten müssen fortgesetzt worden sein. Beim Sommernachtsfest am 14. August sind die Schülerinnen, die Knaben, die Damenriege und die Altersriege aufgetreten.
1949  Die Turnabteilung ist im Gesamtverein wieder mit eigenem Fachwart (Jakob Lohnes) vertreten. 
1950  Johannes Heusel, der in Mümling-Grumbach "Turnvater Jahn" genannt wird, übernimmt die Turnabteilung und wird deren Fachwart. Am 01. Oktober wird das erste Abturnen nach dem Krieg abgehalten. 
1951  Am 24. November findet im Saal von Georg Hofferberth ein Gerätevergleichskampf statt. 
1952  Die Kultur- und Sportvereinigung soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Da der Turnverein als einziger der Ursprungsvereine immer noch im Vereinsregister eingetragen ist, beschließen die ehemaligen Mitglieder der Sängervereinigung und des Radvereins auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 22. März ihren Anschluss an den Turnverein. Anschließend wird die Namensänderung in "Kultur- und Sportvereinigung" beschlossen. Dieser Beschluss wird aber nicht im Vereinsregister vollzogen. 
1955  Im Januar wird Spartenleiter Johannes Heusel für seine langjährige Vereinstätigkeit durch die Überreichung eines Diploms besonders geehrt. 
Auf der außerordentlichen Generalversammlung der Kultur- und Sportvereinigung am 08. Oktober wird einstimmig beschlossen, dass die Turnsparte der K.S.V. freiwillig aus dem Gesamtverein ausscheidet. Sämtliches Inventar der Turnsparte geht an den Turnverein 1894 über. 
Am 22. Oktober findet die erste ordentliche Generalversammlung des wieder aufgelebten "Turnverein 1894 e.V. Mümling-Grumbach" statt. So ist der Verein noch immer im Vereinsregister eingetragen. 
Während dieser Generalversammlung erhöht sich die Mitgliederzahl gleich von 62 auf 74. Außerdem gehören 13 Ehrenmitglieder dem Verein an. Georg Roß wird zum 1. Vorsitzenden gewählt. Am 02. November wird das Ehrenmitglied Johannes Heusel zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 
1957  Am 27. Januar wird der Turnverein in den Landessportbund Hessen e.v aufgenommen. 
Da die Änderungen im Vereinsvorstand seit 1935 nicht mehr dem Amtsgericht gemeldet wurden, wird Helmut Schwinn aus Lützel-Wiebelsbach auf Beschluss des Amtsgerichts Höchst vom 25. September gemäß § 29 BGB zum Vorstand bestellt. 
1959  Bei der Einweihung der Kultur- und Sporthalle zeigen die Geräteturner ihr Können. 
Aktive Mitglieder beteiligen sich am Deutschen Turnerfest in München. 
Beim 65-jährigen Vereinsbestehen wird Johannes Heusel die Silberne Ehrennadel des Deutschen Turnerbundes überreicht. Georg Klein, der letzte noch lebende Mitbegründer des Vereins, wird zum Ehrenmitglied des Turngaus Odenwald ernannt. 
Zum Jubiläumsprogramm gehören auch leichtathletische Wettkämpfe, an denen sich ca. 100 Schüler/innen aus Bad König, Höchst und Mümling-Grumbach beteiligen. Am Faustballturnier wirkt die neu gegründete Mannschaft des TV mit. 
1960  Johannes Heusel gelingt es, den 2. Deutschen Mannschaftsmeister TV Oppau mit seinem Deutschen Meister Philipp Fürst zu einem Schauturnen zu verpflichten. Das Turnen von hohem Niveau in einer total ausverkauften Turnhalle ist für viele Turnanhänger aus Nah und Fern ein Leckerbissen ersten Ranges. 
Beim Kreisfeuerwehrtag kommt die Turnriege mit ihrem Schauturnen sehr gut an. 
1961  Aktive Turner beteiligen sich am Landesturnfest in Wiesbaden. 
Für die Anschaffung von Turngeräten gewähren der Landessportbund und der Kreisausschuss finanzielle Zuschüsse. 
Der Turnplatz am Lutherheim wird an die Gemeinde verkauft. 
Der Notvorstand wird auf einer außerordentlichen Generalversammlung entlastet und aufgelöst. 
1962  Die Turnriege erreicht hohes Niveau. 
1963  Unter den Vorstandsmitgliedern treten Unstimmigkeiten auf. Die weitere Existenz des Vereins wird in Frage gestellt. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung entscheiden die Mitglieder jedoch gegen einen erneuten Anschluss an die Kultur- und Sportvereinigung. Heinrich Klein übernimmt das Amt des Vorsitzenden. 
Das letzte Gründungsmitglied Georg Klein stirbt. 
1964  Zum ersten Mal werden Übungsleiter bezahlt. 
Das Abturnen wird wieder aufgenommen und soll erneut fester Bestandteil im Veranstaltungsprogramm werden. 
1966  Der in der Generalversammlung gefasste Beschluss, eine Damen-Gymnastikgruppe ins Leben zu rufen, wird in die Tat umgesetzt. 
1969  Vom 6. bis 8. Juni wird das 75-jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Zur Gestaltung des Kommersabends tragen die eigene Damen-Gymnastikgruppe, die Turnriege des TV Weiten-Gesäß, die Gesangsabteilung der Kultur- und Sportvereinigung und der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr bei. Der Sonntagmorgen gehört der Jugend mit leichtathletischen Dreikämpfen. Am Sonntagnachmittag wird der Kinderspielplatz, den Vereinsmitglieder in Selbsthilfe geschaffen haben, zur Benutzung freigegeben. 
1970  Die Turnriege hat sich weitgehend aufgelöst. Es ist schwer, bei jungen Leuten Interesse am Geräteturnen zu wecken. 
1971  Eine stattliche Anzahl Männer findet sich jeden Freitag zur "Trimm-dich-fit-Stunde" in der Turnhalle ein. 
1973  Um dem Teilnehmerschwund entgegenzuwirken, erhält jedes Mitglied, das sich an der Generalversammlung beteiligt, einen Verzehrgutschein von 2,- DM. 
Die Leichtathleten sind bei verschiedenen Veranstaltungen erfolgreich. 
Wegen der Ölkrise wird während der kalten Jahreszeit auf das Training in der Turnhalle verzichtet. 
1974  Am Geräteturnen beteiligen sich nur noch 3 Männer. 
1975  Der Turnverein ist zum ersten Mal alleiniger Ausrichter der Grumbacher Kerb. 
1977  Das Geräteturnen der Männer wird nicht mehr ausgeübt. Auch die Beteiligung bei der "Trimm-Dich"-Gruppe ist schwach. Die Sparten "Frauen-Gymnastik" und "Mädchen- und Knabenturnen" können sich dagegen über einen regen Zuspruch freuen. 
1978  Der Turnverein beteiligt sich an der Ausrichtung des Mümlingtalfestes, das ein großer Erfolg wird. 
Das Knabenturnen wird eingestellt, da kein Übungsleiter mehr zur Verfügung stand. Für das Kinderturnen werden zwei gemischte Gruppen (6-8 Jahre, 9 Jahre und älter) gebildet. 
1979  Am Fastnachtssonntag wird erstmals ein Kindermaskenball ausgerichtet. 
1980  Für junge Mädchen und Frauen wird eine Gruppe für moderne Gymnastik gegründet, die regen Zuspruch findet. 
Auf dem Marktplatz wird ein Weihnachtsmarkt abgehalten, der einen festen Platz im jährlichen Terminkalender einnehmen soll. Die Kinder erhalten vom Nikolaus ein Geschenk. 
1981  Der Familienausflug wird zum ersten Mal durchgeführt und soll zum festen Bestandteil im Veranstaltungskalender werden. 
1982 1. Vorsitzender Heinrich Klein wird mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Sportbundes ausgezeichnet. 
1983 Eine neue Sportwelle erreicht den Turnverein. Zur Erweiterung des sportlichen Angebots für Frauen wird eine Aerobic-Gruppe gegründet. 
Die Trimm-Dich-Gruppe erweitert ihre Aktivitäten um regelmäßige Waldläufe. 
1984 Dem Turnverein wird im Rahmen der 90-Jahr-Feier die Durchführung des Frühjahrswandertages des Turngaus Odenwald zugesprochen. Ein Kamerateam des Hessischen Rundfunks kommt nach Mümling-Grumbach und macht Filmaufnahmen. Während der Regionalsendung wird der Film gezeigt und die Wanderung angekündigt. Die Wanderung kommt sehr gut an und hat eine außerordentlich gute Beteiligung. 
1985 Ein aus hochwertigen Materialien hergestellter Sportschaukasten mit Werbeflächen wird in einer kleinen Feierstunde seiner Bestimmung übergeben und an der Hofreite Koch aufgestellt. 
1986 Zur Erhebung der Mitgliedsbeiträge wird das Bankeinzugsverfahren eingeführt. Hierzu wird der Vereinsservice der Sparkasse in Anspruch genommen. 
1987 Die Waldläufe der Trimm-Dich-Gruppe entwickeln sich zum Lauftreff, der nun auch Nichtmitgliedern offensteht. 
Das sportliche Angebot des Turnvereins wird durch die Einrichtung einer Eltern-Kind-Gruppe (Kinder von 2 bis 4 Jahren) und einer Purzelgruppe (Kinder von 4 bis 6 Jahren) erheblich erweitert. 
Am wieder belebten Mümling-Grumbacher Kerbumzug beteiligen sich der Turnverein mit einem Festwagen und mehreren Fußgruppen. 
1989 Erstmals muß sich die Jazz-Gymnastik an den hohen Kosten für die Übungsleiterin beteiligen. 
1990 Der Weihnachtsmarkt wird in einem geänderten Rahmen gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde varanstaltet. 
1991 Wegen des Golfkriegs verzichtet auch der Turnverein auf die Ausrichtung des Kindermaskenballs. 
1992 Um eine allgemeine Beitragserhöhung zu vermeiden, wird auf Beschluss der Generalversammlung ein Aktivenzuschlag in Höhe eines Mitgliedsbeitrags eingeführt. 
Zur Vorbereitung des 100-jährigen Jubiläums werden Ausschüsse gebildet. Landrat Horst Schnur übernimmt die Schirmherrschaft. 
1994 Es ist soweit. Der Turnverein wird 100 Jahre alt. Nach intensiven Vorbereitungen kann das Jubiläum in würdiger Form gefeiert werden. 
1997 Erstmals findet im Anschluss an den traditionellen Kindermaskenball eine Jugenddisco statt.
Der Verein zählt 369 Mitglieder, davon 117 Kinder und Jugendliche, und wird auch in den folgenden Jahren stetig wachsen.
1998 Wechsel im Vorstand. Holger Wießmann übernimmt das Amt des Vorsitzenden von Rolf Friedt. Dieser arbeitet weiterhin als 2. Schriftführer im Vorstand mit und übernimmt die Mitgliederverwaltung.
Aufgrund eines Übungsleiterwechsels in der Kindergruppe muss der traditionelle Familiennachmittag ausfallen. Der Vorstand beschließt, die Veranstaltung nur noch alle 2 Jahre durchzuführen.
1999 Erstmals ersetzt ein Vereinsfest den seitherigen Familiennachmittag. Inhaltlich bleibt die Veranstaltung annähernd gleich.
2001 Dank dem Engagement von Mike Rupprecht wird der Verein im Internet präsent.
2002 Für die zentrale Unterbringung der Vereinsgegenstände wird eine Fertiggarage angeschafft und mit Zustimmung der Gemeinde auf dem Parkplatz vor der Sport- und Kulturhalle errichtet.
2003 Mit 424 Mitgliedern, davon 127 Kinder- und Jugendliche, ist ein neuer Rekord erreicht. Das breit gefächerte Angebot und die hervorragende Arbeit in den einzelnen Sparten machen sich bezahlt.
Hauptaufgabe des Vorstandes ist die Vorbereitung der Frühjahrswanderung des Turngaus Odenwald im Jahr 2004 anlässlich des 110-jährigen Vereinsjubiläums.
2004 Der Turnverein feiert seinen 110. Geburtstag. Am 25. April findet aus diesem Anlass die Frühjahrswanderung des Turngaus Odenwald in Mümling-Grumbach statt. 57 Helfer/innen des Vereins sind eingesetzt und auch die vielen Kuchenspenden sind eine Erwähnung wert. Neben den vielen Vereinsmitgliedern unterstützen auch Feuerwehr und Rotes Kreuz die Durchführung der Großveranstaltung.
Der Turnverein wird auf Antrag des Vorstandes vom Finanzamt Michelstadt als gemeinnütziger Verein anerkannt. Die Zahl der Mitglieder ist auf 403, davon 105 Kinder und Jugendliche, zurückgegangen und wird sich für die nächsten Jahre auf ähnlichem Niveau halten.
2006 Die Sparte „Frauenturnen“ feiert ihr 40jähriges Bestehen.
Der Familienausflug wird mangels Anmeldungen abgesagt und aus dem Veranstaltungskalender gestrichen.
2007 Der Mümling-Grumbacher-Lauftreff hat Geburtstag und wird 20.
2008 In einer Zukunftswerkstatt erarbeitet der Vorstand Regeln der Zusammenarbeit und formuliert Ziele für die Zukunft. Arbeitsgruppen werden gebildet, um teilweise neue Vereinsstrukturen zu entwickeln.
Rope Skipping wird als eigene Sparte benannt und Denise Trippel als Spartenleiterin in den Vorstand berufen.
2009 Die Sparten Frauenturnen und Aerobic freuen sich, dass nun auch türkische Frauen die Übungsstunden besuchen.
2010 Anlässlich der 700-Jahrfeier von Mümling-Grumbach präsentiert sich der Turnverein mit einem Informationsstand im Hof der Familie Krüger.
Mit der neuen Sparte Pilates erweitert der Turnverein sein Sportangebot.
2011 Die Trimm-Dich-Sparte besteht seit 40 Jahren. Die Zahl der Mitglieder ist auf 428, davon 116 Kinder und Jugendliche, gewachsen.
Anstatt des traditionellen Nikolausmarktes wird erstmals im Hof der Familie Amos eine Hofweihnacht gefeiert.
Nach 9 Jahren muss der Mitgliedsbeitrag aufgrund gestiegener Kosten für den Sportbetrieb und gleichzeitiger Kürzung der gemeindlichen Vereinsförderung angepasst werden. Ein Familienbeitrag wird eingeführt, um Familien mit mehreren Kindern zu entlasten.
2012 Erstmals wird ein Grillfest, verbunden mit einem Sportwerbetag, in der Sport und Kulturhalle mit großem Erfolg durchgeführt.
2013 Der Turnverein nimmt an der Live-Sendung „Mein Verein in hr4“ teil. Hierbei sind verschiedene Aufgaben zu lösen, u.a. der Bau einer Hütte für die Hofweihnacht.
Eine neue Turngruppe für Kinder von 1-3 Jahren mit Begleitung ,die Turnzwerge, wird gegründet. Der Turnverein bietet erstmals einen kostenpflichtigen Kurs an, an dem auch Nichtmitglieder teinehmen können. Die Mitgliederzahl ist um 50 auf 481 gestiegen, ein neuer Rekord, darunter 140 Kinder und Jugendliche. Die Abbuchung der Mitgliedsbeiträge wurde auf SEPA umgestellt.
2014 Anlässlich seines 120-jährigen Bestehens richtet der Turnverein die Turngau-Frühjahrswanderung in Mümling-Grumbach aus, an der sich bei bestem Wetter 30 Vereine mit 332 Wanderern beteiligen. Zur Finanzierung von Renovierungsarbeiten an der Bergkirche überreichen die Turner Pfarrerin Bodenstedt einen Scheck über 500 €.
Die Trendsportart Zumba wird in Kursen angeboten und gut angenommen. Eine Versicherung für Nichtmiglieder wird abgeschlossen.
2015 Im Vorstand findet ein Wechsel statt: Denise Trippel wird neue Vorsitzende, der seitherige Vorsitzende Holger Wießmann übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit, Karharina Ewert löst den bisherigen Rechner Herbert Müller ab, der als Beisitzer im Vorstand bleibt.
Anstelle des Kindermaskenballs am Fastnachtssonntag wird ein Kräppelnachmittag mit buntem Programm eine Woche früher durchgeführt und kommt bestens an. Das Grill- und Sportfest im Sommer wird ebenfalls ein Erfolg.

Die ehemaligen Vorstandsvorsitzenden

1894  Leonhard Kempf  
1895  Johannes Reeg  
1898  Ludwig Göttmann  
1924  Peter Lang  
1925  Georg Bingel  
1929  Jakob Helmstädter  
1930  Friedrich Müller  
1931  Friedrich Friedrich  
1933  Ludwig Göttmann  
1936  Heinrich Müller  
1936  Ludwig Göttmann  

1937  Adam Volk  
1940  August Reichwein  
1955  Adam Volk  
1959  Georg Roß  
1959  Heinrich Steiger  
1962  Georg Roß  
1963  Heinrich Klein  
1982  Friedel Bäumer  
1984  Herbert Müller  
1989  Rolf-Dieter Friedt  
1998  Holger Wießmann

Ewige Liste unserer Ehrenmitglieder

(in der Folge ihrer Ernennung)

Wilhelm Tomada, Ludwig Göttmann, Wilhelm Stein, Phillip Stein, Georg Klein, Peter Fleck, Adam Kiehl, Adam Koch, Jakob Heusel, Jahannes Volk, Jakob Göttmann, Leopold Kahn, Georg Bingel, Leonhard Schwinn, Johannes Heusel, Adam Koch, Lehrer Mengler, Johannes Hartmann, Peter Lang, Peter Trippel, Wilhelm Hofferberth, Georg Münch, Leonhard Mohr, Wilhelm Thirolf, Georg Mohr, Georg Hofferberth, Friedrich Friedrich, Ernst Strömann, Adam Kempf, Johann Thierolf,, Leonhard Weichel, Jakob Lohnes, Georg Uhrig, Wilhelm Weichel,, Ludwig Schmauß, Ludwig Haschert, Karl Schmauß, Wilhelm Fuhr, Albert Klein, Adam Bingel, Georg Roß, Hans Reeg, August Fuhr, Ludwig Münch, Wilhelm Mohr, Karlheinz Stein, Hans Koch, Friedrich Schmauß, Elisabeth Klein, Franz Nepputh, Wilfried Volk, Emma Mahr, Rosa Mahr, Marie Mohr, Margot Münch, Luise Navratil, Hedwig Schneider, Paula Schwab, Helene Steiger, Helga Straub, Käthe Wölfelschneider, Ingrid Boll, Liesel Daum, Helga Heckmann, Gretel Klein, Rosel Koch, Martha Münch, Rudi Münch, Hilde Paul, Christine Bräunig, Dietlinde Cichonczyk, Herta Olbert, Erwin Boll, Alfred Kuhn, Willi Zior, Albert Bordt, Lieselotte Hofferberth, Annely Witte, Elfriede Schmauß-Jäger, Wilhem Weichel, Magda Kramer, Kurt Kramer, Günther Breuer, Martin Fuhr, Edmund Leifermann, Heidemarie Krause, Reinhard Klein

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